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RE: When I'm upside down I turn to you - Cooper Bennett - 23.01.2026 Krank werden konnte er sich nicht leisten. Vielleicht nur ein bisschen krank, so dass er sich trotzdem noch zur Arbeit schleppen konnte? Nur war da ein kleiner Teil in ihm, der gerne richtig krank werden würde, weil Cloud sich dann um ihn kümmerte und so viel wärmer und liebevoller ihm gegenüber war. „Ich versuch dann ganz doll wenig lästig zu werden“, versprach er dann aber, „und auch nur ganz wenig ansteckend. Ich kontrollier das einfach durch Willenskraft.“ Das letzte Wort ging etwas in einem Gähner unter, wobei er sich natürlich artig die Hand vor den Mund hielt. Der sanfte Kuss auf die Wange löste ein wohliges Gefühl in ihm aus. Eines, von dem er noch mehr haben wollte. „Bekomm ich noch einen?“, fragte er also, „der ist irgendwie voll schnell weggegangen.“ Er wollte einen haben, der länger haften blieb. Das funktionierte bestimmt, immerhin sprachen sie von Cloud und der konnte ja irgendwie alles. Also auch Wangenschmatzer mit Sekundenkleberfunktion. Dann begann aber irgendwann der eigentliche Teil des Abends. Bowling. Und ganz gleich, wie dreckig es ihm gerade ging und wie müde er war, er gab sich wirklich Mühe. Verlieren war nämlich was für Verlierer und da gehörte er nicht dazu – nicht mehr. Trotzdem war er froh, als er irgendwann nicht mehr dran war und sich wieder auf eine der gepolsterten Sitzbänke sinken lassen konnte. Es dauerte nicht lange, bis Cloud sich zu ihm gesellte und.. ihn beleidigte. Von wegen nicht gut aussehen. „Das liegt bestimmt nur an deinem Nagellack“, sagte er dann ohne eine Spur von Garstigkeit. Still nahm er das Glas an um einen kleinen Schluck zu trinken, reichte es dann aber wieder zurück. Die Kohlensäure tat gerade irgendwie im Hals weh. Ihr Streit war vorbei. Weil sie jetzt unter Freunden waren und weil er mittlerweile auch einfach zu müde dafür war. Stattdessen rückte er nähe an Cloud heran und schmiegte sich an um kurz die Augen ausruhen zu können. Tja – krank oder müde? Das war hier die Frage auf die Coops selber nicht so recht die Antwort wusste. Er fühlte sich gerade krank, und vor allem von Minute zu Minute etwas mehr. Aber vielleicht war das nur, weil er einfach so müde und erschöpft war, dass sein Körper ihn so zur Ruhe zwingen wollte. Wahrheit war aber, dass er sich gerade wirklich nachhause wünschte in ein warmes, bequemes Bett mit Cloud an seiner Seite, der einfach da war und nicht mit ihm stritt. Das Alles in Kombination bekam er aber nicht. Er bekam entweder das warme, gemütliche Bett, wenn er es irgendwie alleine nachhause schaffte oder er bekam einen gut gelaunten Cloud, aber dafür musste er hier bleiben und am besten auch zumindest ein bisschen performen. Maaaan, das Leben war heute einfach (mal wieder) nicht fair. Kurz vergrub er sein Gesicht an Clouds Shirt um nicht ganz so offensichtlich verzweifelt auszusehen, richtete sich dann aber doch etwas auf. „Weiß nicht. Aber… ich schaff das.“ Er versuchte sich an einem verschmitzten Lächeln. „Ich konnte mich gerade noch nicht mal drauf konzentrieren, dir auf den Hintern zu gucken. In dieser Hose…! Also… krank oder müde? Was meinst du?“ RE: When I'm upside down I turn to you - Cloud Hazley - 11.03.2026 Die Aussicht auf einen kranken Coops fand er jetzt nicht so prickelnd. Weil wenn Coops krank war bedeutete das, dass Cloud sich anstecken könnte, und krank sein wollte er sich nicht erlauben. Nicht, wenn er arbeiten musste. Im Schlimmsten Fall könnte man Coops immer noch zu Clover ausquartieren, die eine ausgezeichnete Krankenpflegerin war. War es ein Zeichen von Weichheit oder Schwäche, wenn selbst Cloud sich von ihr bemuttern ließ, wenn er richtig krank war, und sie dann sogar wieder Mom nannte? „Ich mach dir nachher einen Tee“, versprach er Coops schließlich. Und ja, er bekam auch einen zweiten Kuss. Weil Cloud ihn auch echt gern küsste. Jede Art von Küssen, die auf den Mund, hinter das Ohr, auf die Wange, unterhalb der Gürtellinie… Aber jetzt gab es liebevolle Gesichtsküsse. Einer davon war sehr lang und innig. „Irgendwann fress ich dich auf“, raunte Cloud ihm zu. Aber nicht jetzt, nicht heute, nicht, wenn der andere so müde war. Auch wenn Cloud nicht der Bester auf der Bowlingbahn war, er war garantiert einer der Hübschesten, wenn nicht sogar der Hübscheste. Warum gab es keinen Preis fürs Gutausshen beim Bowling? „Das ist bestimmt nicht mein Nagellack. Aber ein bisschen drüber gemalt hab ich schon.“ War halt keine Zeit gewesen, um ordentlich zu arbeiten, oder etwaige Patzer mit Nagellackentferner zu beseitigen. War es gerade so eine gute Idee die Cola zu teilen, wenn er sich eventuell anstecken konnte? Sehr gute Frage, die sich der Cloud von heute Abend oder auch morgen stellen konnte. Coops lehnte sich an ihn an und Cloud tätschelte ihm etwas abwesend den Kopf, weil er gerade dem Geschehen auf der Bahn folgte. „Nicht einschlafen! Du hast es versprochen.“ Sanft schob er Coops von sich, als er wieder an der Reihe war, legte einen mittelmäßigen Wurf hin, und kehrte dann wieder zu seinem Sitzplatz zurück. „Du bis als nächstes dran.“ Er hoffte doch sehr, dass Coops es durch den Abend schaffte, weil Cloud nicht früher gehen wollte. Sie würden hiernach bestimmt noch irgendwo etwas trinken gehen. Manchmal machte es irre viel Spaß mit Coops auszugehen. Manchmal, vor allem, wenn er gerade nicht genug Geld hatte, machte er dann immer, zugegeben unabsichtlich, schlechte Stimmung, die irgendwie nur Cloud wahrnehmen konnte. Irgendwie hatte er so ein Gefühl, dass Coops nachher nicht noch ausgehen würde, was Cloud dann vor die unfreiwillige Entscheidung stellte, ob er jetzt ein guter Partner oder, in Coops’ Augen, ein Arschloch sein würde. „Krank“, antwortete Cloud. „Eindeutig krank, wenn du dir meinen Hintern nicht anguckst. Hier.“ Er drehte dem anderen seine Kehrseite zu, damit sie standesgemäß bewundert werden konnte, und setzte sich dann endlich wieder hin. „Du hast es versprochen“, sagte er noch einmal, Enttäuschung in der Stimme mitschwingend. |